Hochwasserschutzmassnahmen Dorfbach
Planung für den Dorfbach-Vollausbau gestartet
Nachdem die Stimmbürgerschaft den Kredit für den Vollausbau des Dorfbachs Ende November 2024 genehmigte, erteilte der Gemeinderat dem Ingenieurbüro Basler & Hofmann AG aus Esslingen den Projektierungsauftrag. An der ersten Sitzung der Baukommission wurden die Aufgaben verteilt und die Meilensteine definiert.
15.33 Millionen Franken sprachen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 24. November 2024, um die Hochwassersicherheit durch einen Vollausbau des Dorfbachs zu erhöhen, zu planen und umzusetzen. Anschliessend liess der Gemeinderat die Angebotsunterlagen für die Projektierung des Vollausbaus ausarbeiten. Drei Ingenieurunternehmen reichten ihre Offerten für die Projektierung ein. Der Gemeinderat erteilte den Auftrag an die Basler & Hofmann AG zum Preis von 437'000 Franken.
Baukommission eingesetzt
Der Gemeinderat setzte für die Erarbeitung des Vollausbau-Projekts eine Baukommission ein. Diese zählt zwei Vertreter aus dem Gemeinderat, einen Vertreter aus dem Perimeterunternehmen Zuzwiler Dorfbach, den zuständigen Projektleiter aus dem Amt für Wasser und Energie, Abt. Wasserbau, den leitenden Ingenieur des beauftragen Büros, den Bauverwalter und den Ratsschreiber. Bei Bedarf wird ein externer Moderator als Berater beigezogen.
Nächste Schritte
Das Ingenieurbüro wird zusammen mit Vertretern des Gemeinderates Gespräche mit den vom Hochwasserschutzprojekt Dorfbach betroffenen Grundeigentümerschaften führen. Anschliessend wird es den Vollausbau projektieren und die dazugehörigen Pläne wie für das Wasserbauprojekt, den Sondernutzungsplan für den Gewässerraum, allenfalls einen Teilzonenplan für die Anpassung der Grünzone entlang des Bachs, verschiedene Teilstrassenpläne aufgrund der Änderungen der Brücken usw. erarbeiten.
Danach folgt das Mitwirkungsverfahren, während dem die Bevölkerung ihre Meinung zum Projekt abgeben kann. Gemäss Terminplan sollen die bereinigten Pläne im Jahr 2028 öffentlich aufgelegt werden.
Teilzonenplan und Baulinienplan
Der Gemeinderat genehmigte am 21. August 2017 im Hinblick auf die damals geplante Hochwasserschutzmassnahme mittels Vollausbau des Dorfbachs den Teilzonenplan Dorfbach, Teil Nord und Süd, und den Baulinienplan Dorfbach, Teil Nord und Süd. Dagegen gingen vereinzelte Einsprachen ein. Weil nun feststeht, welche Hochwasserschutzmassnahme umgesetzt werden soll und weil auch verschiedene Parameter wie zum Beispiel die Abflussmenge eines 100-jährlichen Hochwassers änderten, zog der Gemeinderat den Teilzonenplan Dorfbach und den Baulinienplan Dorfbach zurück und schrieb die Einsprachen gegen die Erlasse ab. Im Zusammenhang mit dem neuen Vollausbau-Projekt wird der Gemeinderat neue Pläne erlassen, um den Gewässerraum für den Dorfbach zu sichern.
Geländeaufnahmen
Ab 17. November 2025 werden entlang des Dorfbachs verschiedene Geländeaufnahmen vorgenommen. Mitarbeitende des beauftragten Ingenieurbüros betreten teilweise private Grundstücke, um die Aufnahmen machen zu können. Das Ingenieurbüro bittet um Verständnis. Die Personen können sich ausweisen – bei Fragen steht das Gemeindepräsidium gerne zur Verfügung.
Zuzwil-aktuell vom 19. September 2025
Bevölkerung ist für den Dorfbach-Vollausbau
Die Stimmbevölkerung der Gemeinde Zuzwil hat sich mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 61.3 % für den Vollausbau des Dorfbachs zur Erhöhung der Hochwassersicherheit ausgesprochen. Die Variante Rückhaltebecken mit Teilausbau wurde mit 82.5 % abgelehnt. Nun kann der Gemeinderat die nächsten Schritte einleiten.
Der Dorfbach in Zuzwil kann für ein statistisch betrachtet alle 100 Jahre stattfindendes Hochwasserereignis ausgebaut werden. Dies haben die Stimmberechtigten von Zuzwil am 24. November 2024 an der Urne entschieden. Auf die Variante Vollausbau entfielen 1’215 Ja-Stimmen und 767 Nein-Stimmen. Die Variante Rückhaltebecken mit Teilausbau wurde mit 1’580 Nein-Stimmen und 335 Ja-Stimmen abgelehnt. Dadurch wurde die Stichfrage für den Variantenentscheid hinfällig. Mit dem «Ja» zum Vollausbau genehmigt die Bevölkerung den Kredit von brutto 15,3 Millionen Franken (netto 7,7 Millionen Franken). Dies bei einer Stimmbeteiligung von 57.7 Prozent.
Danke für das Vertrauen
Das oberste Ziel des Gemeinderats ist der Schutz der Bevölkerung und der Sachwerte. Der Gemeinderat dankt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für das Vertrauen, dass er diese Aufgabe mit dem Vollausbau des Dorfbachs umsetzen kann. Dies ist für die Gemeinde Zuz-wil ein wichtiger Meilenstein. Der Abstimmungsentscheid ist der Start für die nächsten Planungsschritte. Selbstverständlich wird er dabei die Anliegen der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern entlang des Dorfbachs aufnehmen und soweit wie möglich in das Bauprojekt einfliessen lassen. Der Gemeinderat hofft, dass das Hochwasserschutzprojekt umgesetzt werden kann, bevor das nächste Naturereignis in der Gemeinde eintrifft.
Demokratischer Prozess
Seit dem Abstimmungssonntag steht nun fest, welche Variante für einen Hochwasserschutz am Dorfbach die Mehrheit der Bevölkerung bevorzugt. Die Variantenwahl erfolgte in einem demokratischen Prozess; die Mehrheit hat entschieden. Nun gilt es vorwärts zu schauen. Aufgabe des Gemeinderates ist es, die Hochwasserschutzmassnahmen zeitnah umzusetzen und dabei die Bedürfnisse der Direktbetroffenen und der Bevölkerung möglichst gut zu berücksichtigen. Die Energie ist nun dafür einzusetzen
Angriff auf Website
Aufgrund einer DDoS-Attacke funktionierten am vergangenen Sonntag mehrere behördliche Internetseiten in der Schweiz nicht mehr, so auch in Zuzwil. Deshalb konnten die Abstimmungsergebnisse erst am Nachmittag auf www.zuzwil.ch veröffentlicht werden.
Abstimmungsergebnisse vom 24. November 2024 [pdf, 162 KB]
Zuzwil-aktuell vom 29. November 2025
Gemeinderat kommuniziert offen und klar
Das «Ad Hoc Komitee zur Rettung des Zuzwiler Dorfbachs» hat den Gemeinderat aufgefordert zu einzelnen Punkten der Abstimmungsvorlage vom 24. November 2024 Stellung zu nehmen. Der Gemeinderat kommt diesem Wunsch nach und hält fest, dass die Angaben in den Abstimmungsunterlagen korrekt sind.
In Flyern und Leserbriefen wird derzeit versucht, die Bevölkerung mit Schlagwörtern und Behauptungen zu den beiden Hochwasserschutz-Varianten zu verunsichern. Die Richtigkeit der im Gutachten und Antrag präsentierten Zahlen und Fakten werden teils in Frage gestellt. Der Gemeinderat geht davon aus, dass es sich dabei um ein abstimmungstaktisches Vorgehen handelt. Normalerweise hält sich die Behörde in Abstimmungskämpfen zurück und kommentiert weder die Argumente und Vorwürfe der Gegner noch jene der Befürworter. Aufgrund der öffentlichen Aufforderung zu einzelnen Punkten der Abstimmungsvorlage Stellung zu beziehen, sieht sich der Gemeinderat gezwungen, zu den gestellten Fragen Antworten zu liefern. Sowohl das Schreiben des «Ad Hoc Komitees» als auch die ausführlichen Antworten des Gemeinderats wurden auf der Website www.zuzwil.ch publiziert. Die wichtigsten Fakten hält der Gemeinderat hiermit nochmals fest.
Masse der Querprofile stimmen
Der Gemeinderat hat die Kritikpunkte des «Ad Hoc Komitees» durch das Ingenieurbüro Gruner AG in Degersheim nochmals überprüfen lassen. Die Überprüfung zeigt, dass die ausgewiesenen Sohlentiefen und -breiten für eine Abflusskapazität von 36 Kubikmeter pro Sekunde korrekt sind. Zuvor wurden die Angaben bereits von Bund und Kanton in einer Vorprüfung geprüft und als plausibel betrachtet. Die beiden Hochwasserschutzprojekte «Teilausbau mit Rückhaltebecken» sowie «Vollausbau» befinden sich aktuell im Stadium «Vorprojekt». Die detaillierte Ausarbeitung der Endgestaltung ist Bestandteil der nächsten Projektphase, in der das Auflageprojekt erarbeitet wird. Zudem wird für die Umsetzung der gestalterischen Massnahmen in der nächsten Projektphase wie angekündigt das Gespräch mit den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern entlang des Dorfbachs gesucht. Ziel ist es, möglichst überall einvernehmliche Lösungen zu finden. Das Auflageprojekt wird die Gemeinde zu gegebener Zeit zur öffentlichen Mitwirkung unterbreiten.
Kostenunterschied ist erklärbar
Für die Bevölkerung schwer nachvollziehbar ist die Tatsache, dass der budgetierte Betrag für den Ausbau des Dorfbachs sowie den Brückenbau beim Teilausbau höher ist als beim Vollausbau. Bereits am 31. Oktober 2024 wurde im «Zuzwil aktuell» sowie auf der Website der Gemeinde Zuzwil ausführlich aufgezeigt, wie es zu den Kostenberechnungen gekommen ist. Die einzelnen Positionen werden ausgewiesen. Während die Fachplaner der IUB AG aus Bern bei ihren Brücken-Berechnungen für den Teilausbau einen Erfahrungswert von 6'414 Franken pro Quadratmeter eingesetzt haben, rechnete die Gruner AG mit einem Erfahrungswert von 4'045 Franken pro Quadratmeter. Auf Wunsch der Projektgruppe Hochwasserschutz Dorfbach Zuzwil wurden am Referenzprojekt – dem Rückhaltebecken mit Teilausbau – keine Anpassungen und Korrekturen vorgenommen. Dieses sollte möglichst unverändert zur Abstimmung gebracht werden. Durch die Anwendung der unterschiedlichen Quadratmeterpreise resultierte eine Differenz von 1,6 Millionen Franken. Der Kostenvergleich wurde vom beauftragten Ingenieur an Sitzungen der Projekt- und Begleitgruppe ausführlich erläutert. Im Wissen, dass dieser Kos-tenvergleich der Bevölkerung schwer vermittelbar ist, wurde an den Werten festgehalten. Auf eine künstliche Erhöhung des Quadratmeterpreises beim Vollausbau wurde verzichtet. Dieser hätte das Bild der zu erwartenden Subventionsbeiträge von Bund und Kanton verfälscht. Der Gemeinderat ist befremdet darüber, dass nun genau mit der Kostendifferenz versucht wird, die Bevölkerung zu verunsichern. Die erneute Beurteilung zeigt, dass die für den Vollausbau verwendeten Quadratmeterpreise realistisch sind.
Schutz steht im Zentrum
Für den Gemeinderat steht der Schutz der Bevölkerung sowie der Sachwerte an oberster Stelle. Für ihn ist es wichtig, dass ein Hochwasserschutzprojekt möglichst zeitnah detailliert ausgearbeitet und umgesetzt werden kann. Egal welches der beiden Projekte durch den demokratischen Entscheid zur Umsetzung kommt: Sowohl beim Vollausbau als auch beim Teilausbau mit Rückhaltebecken wird es zu einer Veränderung des Dorfbildes kommen. Bei beiden Varianten sind Massnahmen entlang des Gewässers unumgänglich. Für diese wird zusätzlicher Raum benötigt. Die Aussage, dass das heutige Dorfbild mit dem Teilausbau genau so erhalten wird, ist daher falsch. Der Gemeinderat setzt alles daran, die vom Volk gewählte Variante unter Wahrung der Schutzziele möglichst verträglich umzusetzen. Sowohl für die direktbetroffenen Grundeigentümerschaften, aber auch für die restliche Dorfbevölkerung und das Ortsbild sowie die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Die schlechteste Option wäre es aus Sicht des Gemeinderats, wenn beide Hochwasserschutzprojekte abgelehnt würden und sich die Umsetzung der Schutzmassnahmen vor den Naturgefahren dadurch um weitere Jahre verzögern würde.
Zuzwil-aktuell vom 15. November 2024
Die Unterlagen zur Abstimmung über den Hochwasserschutz am Dorfbach Zuzwil sind hier abgelegt.
Debatte zum Dorfbach-Projekt ist lanciert
Fachplaner sowie Vertreter von Kanton, Gemeinde und Projektgruppe haben am Dienstag, 22. Oktober 2024, die beiden Projekt-Varianten zur Erhöhung des Hochwasserschutzes am Dorfbach vorgestellt. Die Möglichkeit Fragen zu stellen, wurde rege genutzt.
Rund 250 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen am Informationsanlass der Gemeinde zur bevorstehenden Abstimmung teil. Die Bevölkerung entscheidet am 24. November 2024, ob und mit welchen baulichen Massnahmen sie vor Hochwasserereignissen geschützt werden möchte. Zur Wahl steht die von der Projektgruppe favorisierte Variante «Teilausbau mit Rückhaltebecken» sowie die vom Gemeinderat empfohlene Variante «Vollausbau». Nach der Vorstellung der beiden Projekte durch Bauingenieur Adrian Baumgartner von der Gruner AG in Degersheim erläuterten Vertreter der Projektgruppe sowie des Gemeinderats ihre Argumente bezüglich ihrer Abstimmungsempfehlung. Diese können im ausführlichen Gutachten auf der Website der Gemeinde nachgelesen werden. Auf www.zuzwil.ch sind zudem die Links zu den Online-Portalen der verschiedenen Interessensgruppen publiziert, damit sich interessierte Bürgerinnen und Bürger ein vielschichtiges Bild zur Meinungsbildung machen können.
Belasteter Standort / Haltung Kanton
Geologe Felix Sager zeigte am Informationsanlass auf, weshalb der belastete Standort im Bereich des geplanten Rückhaltebeckens bei dessen Umsetzung für rund 3,1 Millionen Franken saniert werden muss. Da aktuell vom belasteten Standort keine Gefahr ausgeht und der Vollausbau diesen nicht tangieren würde, wäre die Sanierung bei einem Vollausbau nicht notwendig. Bei der Erstellung des Rückhaltebeckens hingegen zwingend. Remo Solèr, Projektleiter Wasserbau beim Amt für Wasser und Energie des Kantons St.Gallen, erklärte in seinen Ausführungen mit was für einem finanziellen Unterstützungsbeitrag die Gemeinde von Bund und Kanton für die Hochwasserschutzmassnahmen rechnen darf und weshalb die kantonale Fachstelle den Vollausbau zur Umsetzung empfiehlt.
Fragerunde rege genutzt
Im Anschluss an die Präsentationen stellten sich die Referierenden den Fragen des Publikums. Diese Möglichkeit wurde rege genutzt. Ein Grossteil der rund 30 Fragen konnten vor Ort erläutert und geklärt werden. Für das Publikum nicht nachvollziehbar blieb die Frage bezüglich den budgetierten Kosten für den Wasserbau und die Brücken. Adrian Baumgartner erklärte, dass er das Projekt «Teilausbau mit Rückhaltebecken» vom Ingenieurbüro IUB AG aus dem Jahr 2023 als Referenzprojekt verwendet hat. Das Projekt «Vollausbau» aus dem Jahr 2018 wurde von der Gruner AG bezüglich vergleichbarer Ausbauwassermenge (Erhöhung auf 40m³/s), Standard, Detaillierung und Ausbaulängen dem Projekt 2023 der IUB AG angepasst.
Detailkosten werden aufgezeigt
Im Nachgang der Informationsveranstaltung wurde die Kostendifferenz nochmals plausibilisiert. Für die Kos-tenberechnung der Brücken hat die Gruner AG bei der Projektanpassung zur Vergleichbarkeit einen Erfahrungswert von 4'045 Franken pro Quadratmeter eingesetzt. Die IUB AG aus Bern hat bei ihren Brücken-Berechnungen mit 6'414 Franken pro Quadratmeter einen deutlich höheren Wert verwendet. Dadurch ergibt sich bei den rund 700 Quadratmetern Brückenneubau allein dadurch eine Kostendifferenz von 1,6 Millionen Franken. Es darf angenommen werden, dass die effektiven Baukosten für die Brücken beim Teilausbau tiefer sein werden, als im Vorprojekt der IUB AG mit einer Kostengenauigkeit von +/- 20 Prozent ausgewiesen wird. Die Kosten der Brücken beim Teilausbau wurden beim Vergleich bewusst nicht nach unten korrigiert, da am Referenzobjekt möglichst keine Veränderungen vorgenommen werden wollten. Handumkehrt wurden die Kosten beim Vollausbau nicht entgegen besserem Wissen künstlich hochgehalten. Dadurch ist die Preisdifferenz erklärbar. Hinzu kommen beim Teilausbau mit Rückhaltebecken gut 1,5 Millionen Franken für die Pendelrampe zur Sicherstellung der Fischgängigkeit des Gewässers, welche beim Vollausbau nicht notwendig ist. Die detaillierten Kosten mit Begründung zu den Differenzen können auf der Website der Gemeinde eingesehen werden. Diese wurden aufgrund des Interessens der Bevölkerung aufgearbeitet und nachgeliefert.
Parteien haben Parolen gefasst
Mit der Durchführung der Informationsveranstaltung der Gemeinde und der Aufschaltung der verschiedenen Websites ist die öffentliche Debatte über die beiden Hochwasserschutz-Varianten lanciert. Zur Meinungsbildung gehört auch die Parolenfassung der Ortsparteien. Während die SP den «Teilausbau mit Rückhaltebecken» unterstützt, haben sich Die Mitte und die FDP für den «Vollausbau» ausgesprochen. Die Parole der SVP ist noch nicht kommuniziert. Der Gemeinderat ist erfreut über das grosse Interesse der Sachvorlage und hofft auf einen fairen Abstimmungskampf sowie eine hohe Stimmbeteiligung. Das oberste Ziel der Behörde ist es, die Sicherheit der Bevölkerung sicherzustellen und durch die Schutzmassnahmen allfällige Schäden an Immobilien und Sachwerten zu verhindern. Die Abstimmungsunterlagen werden in diesen Tagen den Stimmberechtigten zugestellt. Weitere Informationen sind auf www.zuzwil.ch unter «Projekte / Hochwasserschutzmassnahmen Dorfbach» aufgeschaltet.
Irreführendes Flugblatt
Letzte Woche wurde ein Flugblatt mit dem Titel «Empfehlung für Hochwasserschutz» in die Haushalte verteilt. Die Aufmachung des Abstimmungsflyers erinnert auf den ersten Blick stark an das offizielle Mitteilungsblatt «Zuzwil-aktuell». Damit es zu keinen Irreführungen kommt, stellt der Gemeinderat klar, dass es sich bei jener Publikation um Abstimmungswerbung handelt. Vom Inhalt des Flyers und der gewählten Form distanziert sich der Gemeinderat.
Weshalb nicht 2 x Nein?
Das oberste Ziel des Gemeinderats ist der Schutz der Menschen und Sachwerte vor Hochwasser. Der Gemeinderat und die Projektgruppe unterstützen den Hochwasserschutz am Dorfbach, die Meinungen bei den Ausführungen gehen auseinander. Die Ablehnung beider Varianten ist hingegen keine Lösung. Sie würde die dringend notwendigen Schutzmassnahmen für unbestimmte Zeit aufschieben. Rund 300 direktbetroffene Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer müssten an ihren Liegenschaften individuelle Objektschutzmassnahmen vornehmen, um die Überflutungsgefahr zu reduzieren. Weitere Informationen befinden sich im ausführlichen Gutachten unter Ziffer 6.9 auf Seite 18.
Zuzwil-aktuell vom 31. Oktober 2024
Die Unterlagen zur Abstimmung über den Hochwasserschutz am Dorfbach Zuzwil sind hier abgelegt.
Gutachten zum Hochwasserschutz ist online
Am 24. November 2024 sind die Stimmberechtigten eingeladen, sich für eine Hochwasserschutz-Variante am Dorfbach zu entscheiden. Davor orientieren der Gemeinderat, die Projektgruppe und Fachleute am 22. Oktober 2024 über den Vollausbau und den Teilausbau mit Rückhaltebecken.
Die Abflusskapazität des Dorfbachs in Zuzwil ist viel zu gering. Bei einem statistisch betrachtet alle hundert Jahre stattfindenden Hochwasserereignis muss im Dorf mit Schäden in der Höhe von mehreren Millionen Franken gerechnet werden. Private und öffentliche Bauten, Strassen, Brücken und andere Infrastrukturen würden beschädigt oder zerstört. Überflutungen können zudem die Trinkwasserversorgung kontaminieren. Unternehmen können durch Hochwasser ihre Lagerbestände und Produktionsanlagen verlieren, was zu erheblichen, wirtschaftlichen Einbussen führt. Auch die Landwirtschaft kann durch überflutete Felder und zerstörte Ernten stark betroffen werden. Menschen in der Gefahrenzone würden bei einem Ereignis teils ihre Häuser und Habseligkeiten verlieren, was zur psychischen Belastung und sozialer Instabilität führen kann. Hinzu kommt, dass es bei einem Hochwasserereignis auch zu Personenschäden kommen kann. Beispielsweise durch die Überflutung von Tiefgaragen oder unterirdisch liegenden Räumen, in denen sich Personen aufhalten.
Hochwasserschutzmassnahmen sind nötig
Um die Bevölkerung und die Infrastruktur vor Hochwasserschäden zu schützen, ist der Gemeinderat verpflichtet geeignete Schutzmassnahmen zu treffen. Ziel der Schutzmassnahmen ist es, dass ein statistisch betrachtet alle hundert Jahre stattfindendes Hochwasserereignis schadlos abgeleitet werden kann. Bund und Kanton unterstützen entsprechende Massnahmen finanziell mit Subventionsbeiträgen. Der Gemeinderat und die Projektgruppe Hochwasserschutz sind sich einig, dass Hochwasserschutzmassnahmen am Dorfbach dringend nötig sind.
Empfehlung des Gemeinderates
Der Gemeinderat favorisiert die Hochwasserschutzmassnahme mittels Vollausbau des Dorfbachs und beantragt dafür einen Kredit für die Umsetzung in der Höhe von brutto 15.3 Millionen Franken (netto 7.7 Millionen Franken). Folgende Punkte sprechen für den Vollausbau:
- Hochwasserschutz
Menschen und Sachwerte werden durch eine Verbreiterung und teilweise Tieferlegung des Gerinnes nachhaltig vor Überflutungen geschützt. Durch die Reduktion der Gefahr kann auf kostspielige Objektschutzmassnahmen verzichtet werden.
- Revitalisierung
Der Bachlauf wird zwischen der Thur und dem Chellhof auf einer Länge von knapp drei Kilometern wieder naturnah angelegt. Dem Dorfbach wird mit dem Vollausbau wieder das Bachbett geschenkt, das er und die Natur benötigen.
- Ökologie
Die Lebensräume für Tiere und Pflanzen entlang des Dorfbachs werden vernetzt und aufgewertet. Mit der Beseitigung der Abstürze und der vom Kanton geplanten späteren Aufweitung und Anpassung der Einmüdnung des Dorfbachs in die Thur können die Fische wieder im Dorfbach ihre natürlichen Laichgründe erreichen. Generell wird das Wasser im Dorfbach besser vor schädlichen Einflüssen und Erwärmung geschützt.
- Aufenthaltsqualität
Die Zugänglichkeit und Wahrnehmung des Dorfbachs wird sich für Anwohnende und Erholungssuchende entlang des Dorfbachs verbessern.
- Solidarität
Der Dorfbach betrifft die ganze Gemeinde. Mit einem Vollausbau werden viele Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer zu Betroffenen und nicht nur wenige Eigentümer am Oberlauf des Dorfbachs, die durch die Dämme belastet werden.
- Generationenprojekt
Wir und unsere Nachfahren tragen während 40 Jahren und darüber hinaus die Kosten für Abschreibung, Zinsen, Betriebs- und Unterhaltskosten für eine von Hochwasser geschützte Gemeinde. Beim Projekt Teilausbau mit Rückhaltebecken sind sie mehr als doppelt so hoch als beim Projekt Vollausbau. Bei der Variante Vollausbau belaufen sich diese Aufwände während 40 Jahren auf 12.4 Mio. Franken, beim Teilausbau mit Rückhaltebecken auf 33.2 Mio. Franken.
- Wirtschaftlichkeit
Das Projekt Vollausbau ist bedeutend wirtschaftlicher als das Projekt Teilausbau des Dorfbachs mit den beiden Rückhaltebecken.
- Restrisiko
Bei den Dämmen für die Rückhaltebecken handelt es sich um technische Bauwerke, die ein gewisses Restrisiko mit sich bringen. Beispielsweise bei einem unvorhergesehenen Überlastfall und Dammbruch oder einem Erdbeben. Dieses Risiko würde bei einem Vollausbau nicht bestehen.
Empfehlung der Projektgruppe
Die Projektgruppe Hochwasserschutz erarbeitete in den vergangenen drei Jahren die Variante «Teilausbau mit Rückhaltebecken» für den Dorfbach und den Chellbach für brutto 28.8 Millionen Franken (netto 21.1 Millionen Franken). Das sind ihre Argumente für den Teilausbau mit Rückhaltebecken:
- Die geringere Grösse des Gewässerraums nimmt Rücksicht auf das wertvolle Dorf- und Ortsbild in Zuzwil und Weieren. Im Siedlungsgebiet wird weniger Land benötigt. Dies ist ein entscheidender Punkt für die Akzeptanz des Projektes bei Anwohnenden und Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer im Baubewilligungsverfahren.
- Schwemmholz und Geschiebe werden im Rückhaltebecken gesammelt. Das Wasser fliesst in geringerer Menge durch das Dorf. Das vorliegende Projekt erfüllt die hohen Sicherheitsbedürfnisse der Bevölkerung an einen nachhaltigen Hochwasserschutz.
- Die umfassenden ökologischen Begleitmassnahmen sind wertvoll für unsere Natur.
- Dank den breiten Kenntnissen der Projektgruppe konnten Details wie Zufahrten zu Grundstücken oder Zufahrtswege für den Unterhalt des Gewässers gelöst werden.
- Dank den detaillierten Planungen kann ein Projekt vorgelegt werden, welches eine hohe Kostengenauigkeit aufweist.
- Der Dorfbach liegt massiv weniger tief als bei einem Vollausbau. In der Folge fallen die Anpassungen an Werkleitungen geringer aus. Es finden weniger Bauarbeiten in den Strassen beidseits des Bachs statt.
- Die Hochwasser-Rückhaltung bietet gegenüber allen anderen Varianten entscheidende wassertechnische Vorteile: Durch den späteren dosierten Ablauf des Wassers werden die nachfolgenden Gewässer nicht zusätzlich belastet.
- Die Auswirkungen auf die Zuzwiler Grundwassersituation sind bei späterer, dosierter Abgabe ebenfalls vorteilhaft. Bei allen anderen Varianten, mit möglichst schnell abgeleitetem Wasser, wird diesem jegliche nachhaltige positive Wirkung auf das Grundwasser entzogen. Die Grundwasserströme werden weniger beeinflusst. Risiken betreffend die Funktionsfähigkeit von bestehenden Grundwasserwärmepumpen fallen geringer aus.
- Im Bereich des geplanten Rückhaltebeckens gibt es eine belastete Fläche. Mit der Umsetzung des Projekts muss sie saniert werden. Die Projektgruppe ist der Ansicht, dass diese Aufgabe die jetzige Generation zu erfüllen hat.
- Wir können zum heutigen Zeitpunkt nicht vorhersagen, wie sich die Zukunft entwickelt. Das Projekt ist heute auf ein statistisch betrachtet alle 100 Jahre stattfindendes Hochwasser ausgerichtet. Verändern sich die Wetterextreme, könnte mit der Erhöhung des Damms die Sicherheit der Bevölkerung auch bei einem 300-jährigen Hochwasser gewährleistet bleiben.
- Die Sanierung des Dorfbachs ist ein Projekt für die nächsten 100 Jahre. Das Projekt ermöglicht für die Entwicklung von Zuzwil Chancen, wie zum Beispiel einen attraktiven Dorfplatz mit einem erlebbaren Dorfbach ein Projekt für unsere nächsten Generationen.
Gutachten bereits online
Der Gemeinderat verabschiedete kürzlich das «Gutachten über den Hochwasserschutz am Dorfbach Zuzwil». Während das offizielle Gutachten für den Druck aufbereitet wird, ist das ausführliche Gutachten bereits auf www.zuzwil.ch / Aktuelles / Projekte / Hochwasserschutzmassnahmen Dorfbach einsehbar. Dieses enthält nebst den Argumenten der Projektgruppe und des Gemeinderates auch einen Vergleich der beiden Varianten in Bezug auf Kosten, Landbeanspruchung, Waldrodungen, Ausmasse von vier Querprofilen, usw. oder Antworten auf Fragen rund um den Hochwasserschutz.
Zuzwil-aktuell vom 27. September 2024
Die Unterlagen zur Abstimmung über den Hochwasserschutz am Dorfbach Zuzwil sind hier abgelegt.
Empfehlung für Hochwasserschutz
Der Gemeinderat empfiehlt an der Abstimmung vom 24. November 2024, den Schutz von Menschen und Sachwerten gegen ein Hochwasserereignis mit einem Vollausbau des Dorfbachs zu verbessern. Damit setzt er auf die wirtschaftlichste Variante, die auch von Bund und Kanton als solche anerkannt wird.
Der Gemeinderat dankt der Projektgruppe für das Entwickeln der Alternativvariante «Teilausbau mit Rückhaltebecken», woraus auch wichtige Erkenntnisse in Bezug auf die ökologische und naturverträgliche Gestaltung des Dorfbachs gewonnen werden konnten. Diese Aspekte sollen bei der Erarbeitung des Bauprojekts so weit wie möglich mitberücksichtigt werden.
Vollausbau
Die gängige Praxis, ein Gewässer hochwassersicher zu machen, ist ein Vollausbau. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass ein Vollausbau ökologisch, naturnah und auch dem Ortsbild verträglich realisiert werden kann. Zudem weist der Vollausbau das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis auf.
Kostenvergleich
Die Kosten für die Hochwasserschutzmassnahmen am Dorfbach sprechen ein klares Bild: Bei der Variante «Vollausbau» betragen die Kosten nach Abzug der Beiträge von Bund und Kanton netto 7,6 Millionen Franken, beim «Teilausbau mit Rückhaltebecken» netto 21,1 Millionen Franken. Bund und Kanton stellen Unterstützungsbeiträge von 7,7 Millionen Franken in Aussicht.
Abstimmung am 24. November 2024
Der Gemeinderat wird gemäss dem Auftrag der Bürgerversammlung beide Hochwasserschutz-Varianten «Vollausbau» und «Teilausbau mit Rückhaltebecken» der Bevölkerung zur Abstimmung unterbreiten. Mit dem umfassenden Vollausbau des Dorfbachs soll der Dorfbach wieder sämtlichen Anforderungen und Bedürfnissen entsprechen und den zeitgemässen Aspekten von Hochwasserschutz wie auch von Natur und Umwelt Rechnung tragen. Mit der Umsetzung einer der beiden Varianten endet eine langjährige, kostspielige Planung. Nun liegt der Ball bei der Stimmbürgerschaft, sich am 24. November 2024 für eine der beiden Varianten zu entscheiden. Am Dienstag, 22. Oktober 2024, 19 Uhr, kann sich die Bevölkerung in der Turnhalle 1 über die beiden Varianten von Ingenieuren, einem Vertreter der kantonalen Abteilung für Wasserbau, der Projektgruppe und dem Gemeinderat informieren lassen. Bereits heute sind Dokumente über die finanziellen Aspekte und belasteten Standort im Gebiet Chellhof unter www.zuzwil.ch aufgeschaltet. Das Abstimmungsgutachten erscheint im Oktober 2024.
Zuzwil-aktuell vom 23. August 2024
«Dorfbach-Abstimmung» im November
Am Dienstag, 22. Oktober 2024, orientieren Fachleute, der Gemeinderat und die Projektgruppe über die Abstimmungsvorlagen betreffend den beiden Hochwasserschutz-Varianten am Dorfbach. Der Variantenentscheid wird am 24. November an der Urne gefällt.
Die Abflusskapazität des Dorfbachs ist bei einem statistisch betrachtet alle 100 Jahre stattfindenden Hochwasser deutlich zu klein. Gemäss Gefahrenkarte sind bei einem Naturereignis grosse Teile der Dörfer Weieren und Zuzwil stark betroffen. Entsprechend wichtig ist es, Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung sowie der Infrastruktur zu treffen. Nur so kann die Gefahr für Mensch, Tier und Sachwerte wirksam gebannt werden. Der Gemeinderat beschäftigt sich bereits seit rund zehn Jahren mit möglichen Massnahmen. Nach der Ablehnung des Vollausbaus und dem Entlastungsstollen mit Teilausbau im Jahr 2019 hat der Gemeinderat eine Projektgruppe installiert. Aufgabe der Vertreter aus den verschiedenen Parteien, Korporationen und Gruppierungen war es, ein mehrheitsfähiges Hochwasserschutzprojekt zu erarbeiten. An 17 Sitzungen hat die Projektgruppe ihre Anforderungen formuliert, Möglichkeiten gemeinsam mit Fachplanern geprüft sowie eine Best-Variante erarbeitet. Diese sieht im Bereich Chellhof ein Rückhaltebecken sowie einen Teilausbau des rund 2,5 Kilometer langen Bachlaufes vor.
Abstimmung über zwei Projekte
Nebst dem Rückhaltebecken und Teil-ausbau bringt der Gemeinderat am 24. November 2024 als Alternative auch den Vollausbau in einer angepassten Version zur Abstimmung. Dies auf Antrag eines Bürgers. Dem Antrag stimmte an der Bürgerversammlung vom 27. März 2024 die Mehrheit zu. Damit die Projekte miteinander verglichen werden können, hat der Gemeinderat die Gruner AG beauftragt, die Kostenaufstellungen der verschiedenen Projekte zu überprüfen, die Teuerung zu berücksichtigen sowie den Perimeter von der Einmündung Thur bis zum geplanten Rückhaltebecken zu vereinheitlichen. Anfangs Juli wurden der Projektgruppe und dem Gemeinderat die neu errechneten und verifizierten Kosten mit einer Genauigkeit von 20 bis 30 Prozent präsentiert. Für die von der Projektgruppe favorisierte Variante wird mit Investitionen von knapp 28,8 Millionen Franken gerechnet, für den Vollausbau mit gut 15,3 Millionen Franken und für den Entlastungsstollen mit Teilausbau mit rund 23,9 Millionen Franken.
Subventionsbeiträge überall gleich
Die Abteilung Wasserbau vom Amt für Wasser und Energie des Kantons St.Gallen hält in der Vorprüfung der drei Projekte fest, dass alle drei Varianten bewilligungsfähig sind. Aus Sicht des Kantons ist das Projekt «Vollausbau», was das Kosten-Nutzen-Verhältnis angeht, die wirtschaftlichste Lösung. Deshalb verwenden Kanton und Bund jene Variante als Grundlage für die Berechnung der Subventionsbeiträge. Diese belaufen sich beim «günstigsten» Projekt auf 65 Prozent der anrechenbaren Kosten, respektive knapp 7,7 Millionen Franken. Das Amt für Wasser und Energie stellt daher der Gemeinde Zuzwil in seiner Stellungnahme unabhängig von der Projektvariante einen Unterstützungsbeitrag von 7,7 Millionen Franken in Aussicht. Dies bedeutet, dass die Gemeinde beim Projekt Rückhaltebecken mit Teilausbau 21,1 Millionen Franken selber tragen muss. Bei der Variante Entlastungsstollen mit Teilausbau wären es 16,2 Millionen Franken und bei der Variante Vollausbau 7,6 Millionen Franken. Die in den Hochwasserschutz getätigten Investitionen werden über 40 Jahre abgeschrieben.
Politischer Prozess beginnt
Nun liegen alle relevanten Fakten zu den drei Projekten vor. Diese werden Mitte August der Begleitgruppe vorgestellt. Anschliessend entscheidet der Gemeinderat über die Abstimmungsvorlage. Am 22. Oktober 2024 findet um 19 Uhr in der Turnhalle 1 ein Informationsanlass über die Hochwasserschutzprojekte statt. Tags darauf werden das Abstimmungsgutachten sowie sämtliche Unterlagen auf der Website der Gemeinde Zuzwil publiziert. Am 24. November 2024 wird das Stimmvolk dann an der Urne entscheiden, ob und für welche Variante sie den Kredit sprechen wird. Dem Gemeinderat ist es wichtig von der Bürgerschaft nach der langen Planungsphase nun einen Richtungsentscheid zu erhalten, damit die Ausarbeitung und Umsetzung des Bauprojekts zeitnah angegangen werden können. Dies letztlich im Interesse der gesamten Bevölkerung und deren Sicherheit.

Weitere Unterlagen
Präsentation Hochwasserschutz Dorfbach Info Begleitgruppe [pdf, 4.9 MB]
Präsentation Hochwasserschutz Dorfbach [pdf, 3.9 MB]
Bericht Sanierung Dorfbach [pdf, 208 KB]
Bericht der Grundbauberatung [pdf, 11.7 MB]
Kostenzusammenstellung [pdf, 74 KB]
Schreiben des Amtes für Umwelt [pdf, 202 KB]
Stellungsnahme des Amts für Umwelt [pdf, 804 KB]
Überwachungs- und Unterhaltsplan [pdf, 60 KB]
Wasserbauliche Stellungnahme [pdf, 2.3 MB]
Zuzwil-aktuell vom 12. Juli 2024
Auftrag der Bürgerversammlung
Die Versammlung beauftragte den Gemeinderat, den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern beide Varianten des Hochwasserschutzes für den Dorfbach – Vollausbau und Teilausbau mit Retentionsbecken – zur Abstimmung vorzulegen.
Der gesamte Antrag kann im Protokoll [pdf, 312 KB] der Bürgerversammlung vom 27. März 2024 auf Seite 29 nachgelesen werden.
«Hochwasserschutz Dorfbach» soll zur Abstimmung kommen
Ende September 2023 wurde der Bevölkerung an einem öffentlichen Informationsanlass das von der Projektgruppe Hochwasserschutz Dorfbach favorisierte Vorprojekt vorgestellt. Vorgesehen ist der Bau eines Retentionsraums oberhalb des Dorfeingangs sowie ein Teilausbau des Dorfbachs auf der ganzen Länge. Aktuell wird ein Kostenvergleich der Varianten «Teilausbau mit Retentionsbecken», «Vollausbau» und «Entlastungsstollen mit Teilausbau» erstellt.
Auf rund 23 Millionen Franken werden die Kosten für den Bau des Retentionsraums an der Oberdorfstrasse sowie für den Teilausbau des rund 2,5 Kilometer langen Dorfbachs geschätzt. Die Massnahmen sind notwendig, um die Hochwassergefahr für das Dorf Zuzwil zu reduzieren. Nach Vollendung der Hochwasserschutzmassnahmen könnten die Wassermassen bei einem statistisch betrachtet alle 100 Jahre stattfindenden Hochwasserereignis schadlos abgeleitet, respektive zurückgehalten und zeitverzögert abgelassen werden. Ausgelegt ist die Anlage auf eine Kapazität von rund 38 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Heute kann das Bachbett lediglich vier bis acht Kubikmeter Wasser pro Sekunde ableiten. Es besteht ein dringender Handlungsbedarf, um die Einwohnerinnen und Einwohner sowie deren Gebäude und die öffentlichen Gebäude im gefährdeten Gebiet zu schützen. Gemäss einer Vorprüfung des Kantons ist die von der Projektgruppe erarbeitete Hochwasserschutzvariante bewilligungsfähig. Aus Sicht des Kantons würde jedoch der kostengünstigere Vollausbau des Bachbetts ohne Rückhalteraum genügen. Entsprechend wird der Kanton seinen Subventionsbeitrag anhand der Kostenberechnung für den Vollausbau wie auch für die anderen beiden Varianten festlegen.
Zwei Varianten wurden abgelehnt
Einen «Vollausbau» wie auch eine «Stollenlösung mit Teilausbau» lehnte die Bevölkerung im Oktober 2019 an einer Urnenabstimmung ab. Hauptargument der «Vollausbau-Gegner» war die entstehende Beeinträchtigung des Ortsbildes. Während der Vollausbau nur knapp abgelehnt wurde, fand die als Alternative geforderte «Stollenlösung mit Teilausbau» wenig Zuspruch. In der Folge wurde eine Projektgruppe mit Interessensvertretern von Parteien, Gruppierungen und Organisationen gegründet, die zusammen mit den Fachplanern der IUB Engineering AG das nun vorliegende Hochwasserschutz-Vorprojekt «Teilausbau mit Retentionsbecken» erarbeitet hat. Es wurde darauf geachtet, dass die heutige Sohlenlage weitgehend erhalten wird, die Fischgängigkeit zwischen Thur und Ende Siedlungsgebiet Weieren hergestellt und der Dorfbach ökologisch aufgewertet wird.
Kostenvergleich wird erstellt
Da die Kostenberechnung für das neue Projekt «Retentionsbecken mit Teilausbau» wesentlich höher ist als jene der beiden früheren Projekte, werden die Kosten durch einen unabhängigen Wasserbauingenieur der Gruner AG verglichen, neu berechnet und einander gegenübergestellt. Dies ist einerseits für die Berechnung der Subventionsbeiträge von Bund und Kanton notwendig und andererseits für den weiteren politischen Prozess. Die Erkenntnisse des Kostenvergleichs dienen dem Gemeinderat dazu zu entscheiden, welches Projekt er favorisieren und der Bürgerschaft zur Annahme empfehlen wird. Ob eine oder mehrere Varianten zur Abstimmung kommen, steht aktuell noch nicht fest. Darüber wird der Gemeinderat entscheiden, sobald alle Fakten vorliegen. Dazu gehören auch die Erkenntnisse bezüglich den Vorabklärungen rund um das belastete Grundstück, auf dem die Retention realisiert werden soll. Momentan ist noch unklar, ob der Standort ohnehin saniert werden muss oder ob die Sanierung nur bei einer Realisierung des Hochwasserschutzprojekts «Retentionsbecken mit Teilausbau» zwingend ist. Ziel des Gemeinderates ist es, dass die Bürger-innen und Bürger in diesem Jahr an der Urne über die Hochwasserschutzmassnahmen befinden werden.
Zuzwil-aktuell vom 26. Januar 2024
Informationsanlass Hochwasserschutz am Dorfbach
Die Projektgruppe Hochwasserschutz Dorfbach stellte letzte Woche das Vorprojekt der erarbeiteten Best-Variante «Retention mit Teilausbau Dorfbach» vor. Im Bereich «Chellhof» sollen zwei Rückhaltebecken realisiert sowie der Dorfbach neu gestaltet werden. Ziel ist es, die Bevölkerung und die Infrastruktur mit erträglichen Massnahmen vor Hochwasser zu schützen.
Rund 150 Interessierte nahmen am 27. September 2023 in der Turnhalle 1 am Informationsanlass zum Hochwasserschutz am Dorfbach teil. An diesem wurde das Vorprojekt «Retention mit Teilausbau des Dorfbaches» ausführlich vorgestellt. Die Projektgruppe erarbeitete diese Lösungsvariante zusammen mit dem Fachplaner Vasco Neuhaus von der iUB Engineering AG in Bern. In seiner Präsentation zeigte er einerseits die geplanten Hochwasserschutzmassnahmen und andererseits die Herausforderungen und Überlegungen auf. Im Zentrum der Massnahmen stehen nebst dem Hochwasserschutz die Aufwertung der Ökologie und der Erhalt des Dorfbildes. Das Vorprojekt sieht im Bereich Chellhof zwei Rückhaltebecken für den Dorf- und Chellbach vor. Diese sollen bei einem Starkniederschlag die Wassermassen zurückhalten und dosiert ableiten. Als zweite Massnahme muss der Dorfbach auf der gesamten Strecke ab Chellhof bis zur Thur teilausgebaut werden. Dank den Rückhaltebecken kann bei der Variante «Retention mit Teilausbau» das Gerinne kleiner ausgestaltet werden. Dies kommt insbesondere der Gestaltung des Dorfkerns sowie den ökologischen Aufwertungsmassnahmen entlang des Gewässers zugute.
Projekte erfüllen Anforderungen
Die baulichen Massnahmen sollen das Siedlungsgebiet von Zuzwil vor einem statistisch betrachtet alle hundert Jahre stattfindenden Hochwasserereignis schützen. Zudem muss das Gewässer ökologisch aufgewertet werden. Die Vorprüfung des Kantons St.Gallen zeigte auf, dass das vorliegende Projekt «Retention mit Teilausbauch» beide Kriterien erfüllt. Remo Solèr von der Abteilung Wasserbau vom Amt für Wasser und Energie des Kantons St.Gallen machte die Bevölkerung aber auch darauf aufmerksam, dass der Kosten-Nutzen-Faktor bei einem Vollausbau des Gewässers besser wäre. Jene Variante – ein «Vollausbau mit Entlastung Mettlen» sowie die alternative Variante «Hochwasser-Entlastungsstollen mit Teilausbau» – wurden allerdings am 20. Oktober 2019 von den Stimmberechtigten an der Urne abgelehnt und von der Projektgruppe nicht mehr weiter bearbeitet. Da alle drei Varianten aus Sicht des Kantons ihren Zweck erfüllen, sei es eine rein politische Entscheidung, für welche Variante man sich am Schluss entscheide.
Kantonale Kostenpauschale in Aussicht
Aktuell wird für die Erstellung der beiden Dammbauten, der Strassenumlegung und dem Wasserbau mit Gesamtkosten von gut 23 Millionen Franken gerechnet. Einen Teil der beitragsberechtigten Kosten werden durch den Bund und den Kanton getragen. Allerdings nur im Umfang der wirtschaftlich günstigsten Variante.
Zuzwil-aktuell vom 6. Oktober 2023
Informationsanlass vom 27. September 2023
Der Fachplaner, der Ingenieur für die Untersuchung der Altlasten, Vertreter der kantonalen Abteilungen Wasserbau und Fischerei sowie der Projektgruppe und der Gemeindepräsident informierten über das Hochwasserschutzprojekt Dorfbach "Retention mit Teilausbau". Die Fragen und Antworten werden später aufgearbeitet. Hier liegt die Präsentation Hochwasserschutz Dorfbach an der Informationsveranstaltung vom 27. September 2023 [pdf, 22.5 MB].
Zuzwil soll einen «neuen» Dorfbach erhalten
Mit der Realisierung eines Rückhaltebeckens im Bereich Chellhof sowie der Neugestaltung des Dorfbachs soll Zuzwil vor Hochwasserereignissen geschützt werden. Vom Projekt profitieren mehrere Generationen. Es wird mit Investitionskosten von rund 23 Millionen Franken gerechnet.
Das Vorprojekt der Projektgruppe Hochwasserschutz Dorfbach sieht für die Erhöhung der Hochwasser-Sicherheit beim Dorfeingang im Bereich Chellhof die Erstellung von zwei Rückhaltebecken für den Dorfbach und den Chellbach vor. Zudem ist ein Teilausbau zur Leistungsvergrösserung des Dorfbaches auf der gesamten Länge zwischen Thur und Oberdorf notwendig. Dieser stellt den Geschiebetransport sicher und erfüllt die ökologischen Anforderungen an das Gewässer. Bei der Umsetzung des Projekts wird im Dorfzentrum auf eine nennenswerte Sohlenabsenkung verzichtet. Dadurch wird einerseits das Dorfbild geschont und andererseits eine vielgeäusserte Forderung erfüllt. Davon profitiert die Ökologie. Die möglichst hochliegende Bachsohle hat einen minimalen Einfluss auf den Grundwasserspiegel und das Gewässer wird für die Bevölkerung erlebbar. Der Projektperimeter wurde auf Verlangen der kantonalen Behörden im Vergleich zum ursprünglichen Projekt bis zur Thur-Einmündung erweitert. Der Dorfbach wird neu ab der Thur fischgängig. Damit werden ideale Grundbedingungen für die zusammenhängende Ökologie entlang des Gewässers geschaffen. Von den neu zugänglichen Rückzugsorten im Dorfbach profitieren unter anderem Fische und verschiedene Lebewesen.
Investition für mehrere Generationen
Faktisch betrachtet schlägt die Projektgruppe Hochwasserschutz Dorfbach einen «Neubau» des Gewässers und der Anlagen vor. Gemäss dem Vorprojekt sollen keine alten, bald am Lebensende stehende Bauten wie Ufermauern und -verbauungen oder Brücken beibehalten werden. Bezüglich dem effektiven Ausbaustandard der Brücken dürfte es im nächsten Planungsschritt noch Anpassungen geben. Generell will die Projektgruppe mit ihrem Projektvorschlag sicherstellen, dass sich die nächsten Generationen auf den Unterhalt des Bachs konzentrieren können und keine grösseren Bauvorhaben am Dorfbach anpacken müssen. Dies schlägt sich auf die einmaligen Investitionskosten nieder. Aktuell wird für die Umsetzung des Vorprojekts mit Kosten von gut 23 Millionen Franken gerechnet. Die Kostengenauigkeit beträgt in der jetzigen Projektphase +/- 20 Prozent. Im Vergleich zum sogenannten Vollausbau des Dorfbaches, der im Oktober 2019 von der Bevölkerung an der Urne abgelehnt wurde, ist die Kostendifferenz markant. Die beiden Projekte können allerdings aufgrund der unterschiedlichen Konzepte sowie deren Umfang nicht direkt miteinander verglichen werden. Die Art der Projekte sind unterschiedlich. Hinzu kommt, dass die Preise in den letzten Jahren auch in der Baubranche deutlich gestiegen sind und neue Anforderungen an das Projekt gestellt werden.
Information aus erster Hand
Das aktuelle Vorprojekt der Projektgruppe Hochwasserschutz Dorfbach wird am Mittwoch, 27. September 2023, um 19 Uhr in der Turnhalle 1 vom Fachplaner präsentiert. Zudem geben die Projektgruppen-Mitglieder einen Einblick in ihre Arbeit und die Entstehung des Projektvorschlags. Die Bevölkerung hat die Gelegenheit sich aus erster Hand zu informieren und Fragen zu stellen. Die Bearbeitungstiefe des Vorprojekts lässt allerdings noch keine direkten Rückschlüsse auf einzelne Grundstücke, respektive die Lösung im Detail zu. Diese werden erst im nächsten Projektschritt angegangen. Die zeitnahe Umsetzung der Hochwasserschutzmassnahmen ist wichtig, um die heute bestehende Überflutungsgefahr des Dorfes deutlich zu reduzieren und damit hohen Schäden vorzubeugen. Nach der Umsetzung der Schutzmassnahmen gilt das Dorf nicht mehr als «Gefahrenzone». Dies hat direkte Auswirkungen auf die Liegenschaftsbesitzerinnen und -besitzer. Auf objektbezogene Hochwasser-Schutzmassnahmen kann künftig verzichtet werden. Nebst Wohneigentümerinnen und Wohneigentümern profitiert davon insbesondere auch das Gewerbe, die Industrie sowie die öffentliche Hand.
Kanton und Bund beteiligen sich
Der Kanton St.Gallen hält in seiner Vorprüfung fest, dass gegen die von der Projektgruppe favorisierte Retentionslösung für den Hochwasserschutz aus wasserbaulicher Sicht grundsätzlich keine Einwände bestehen. Es handle sich um eine bewilligungsfähige Variante. Die Retention ermögliche eine wirksame Reduktion der hohen Abflussspitzen im Siedlungsgebiet, wodurch der vorhandene Raum im Siedlungsgebiet optimal genutzt und ein attraktiver Gewässerlauf geschafft werden könne. Im Bericht wird unter anderem aber auch auf die hohen Kosten und den Unterhalt der zwei Retentionsräume und den beiden Rückhaltebauwerken hingewiesen. Aktuell wird davon ausgegangen, dass sich Bund und Kanton mit rund sieben Millionen Franken an den Gesamtkosten von
23 Millionen beteiligen werden.
Altlastensanierung wird separat behandelt
Im Gebiet Chellhof wurde bei Sondierungsarbeiten festgestellt, dass das Erdreich teilweise belastet ist. Die detaillierten Abklärungen sind im Gang. Ergebnisse liegen noch keine vor. Aktuell ist daher nicht bekannt, ob und unter welchen Umständen eine Altlastensanierung erforderlich ist. Die damit verbundenen Kosten wurden im Hochwasserschutzprojekt Dorfbach nicht berücksichtigt. Die allfälligen Sanierungsmassnahmen werden unabhängig vom Hochwasserschutzprojekt Dorfbach bearbeitet.
Zuzwil-aktuell vom 25. August 2023
Vorprojekt Hochwasserschutz am Dorfbach
Die Hochwassersicherheit in Zuzwil und Weieren soll mit dem Bau eines Rückhaltebeckens im Gebiet Chellhof und einem Teilausbau des Dorfbachs erhöht werden. Das Vorprojekt befindet sich aktuell beim Amt für Wasser und Energie des Kantons St.Gallen in der Vorprüfung. Voraussichtlich am 27. September 2023 wird das Vorprojekt der Bevölkerung vorgestellt.
Am 20. Oktober 2019 hat die Stimmbevölkerung von Zuzwil den Vollausbau des Dorfbachs sowie den Bau eines Hochwasser-Entlastungsstollen an der Urne abgelehnt. Da beide Projektvorschläge nicht mehrheitsfähig waren und Hochwasserschutzmassnahmen zur Erhöhung der Sicherheit dringend notwendig sind, hat die Gemeinde eine Projektgruppe mit Vertretern von verschiedenen Parteien, Organisationen und Interessensgruppen gebildet. Diese tagte zusammen mit Fachplanern inzwischen 14-mal und entwickelte gemeinsam ein Vorprojekt. Dieses sieht im Bereich Chellhof ein Rückhaltebecken vor. In diesem soll bei einem Hochwasserereignis ein Teil der Wassermassen zurückgehalten und zeitverzögert in den Dorfbach abgegeben werden. Dadurch können die Hochwasserspitzen um rund zwei Drittel reduziert werden. Zusätzlich zum Rückhaltebecken und unter Berücksichtigung der Zuflüsse im Dorfbereich ist ein Teilausbau des Dorfbachs auf die Gesamtlänge bis zur Thur notwendig. Damit werden die geforderten Schutzziele sowie auch die ökologischen Anforderungen ans Gewässer erfüllt.
Vorprojekt wird vorgestellt
Kürzlich hat die Projektgruppe ihre Best-Variante des Vorprojektes dem Gemeinderat präsentiert. Parallel dazu wurde das Vorprojekt beim Amt für Wasser und Energie des Kantons St.Gallen zur Vorprüfung eingereicht. Die Projektgruppe rechnet damit, dass sie im August eine erste Rückmeldung zum Vorprojekt erhalten wird. Insbesondere auch, in welchem Umfang die geplanten Hochwasserschutzmassnahmen von Kanton und Bund subventioniert werden. Nach den Sommerferien wird das Vorprojekt der Begleitgruppe präsentiert und mit dieser diskutiert. Voraussichtlich am Mittwoch, 27. September 2023, wird das Vorprojekt vom Projektteam sowie den Fachplanern der IUB Engineering AG der Bevölkerung vorgestellt. Die Präsentation wird um 19 Uhr in der Turnhalle 1 in Zuzwil stattfinden. Das Vorprojekt wurde ungeachtet der beiden «alten» und abgelehnten Projekte erarbeitet. Nebst der Erfüllung der Hochwasserschutzziele legte die Projektgruppe ein besonderes Augenmerk auf das Ortsbild und die Biodiversität. Zudem wurde der Perimeter des Hochwasserschutzprojekts bis zur Thur-Mündung erweitert. Dies insbesondere um die heute geforderte Fischgängigkeit sicherzustellen. Mit der öffentlichen Präsentation des Vorprojekts erhält die Bevölkerung die Möglichkeit, sich frühzeitig über die vorgesehenen Massnahmen des Vorprojektes zu informieren.
Zuzwil-aktuell vom 30. Juni 2023
Vorprojekt am Dorfbach wird vorangetrieben
Beim Hochwasserschutzprojekt Dorfbach wird im Hintergrund fleissig gearbeitet. Die Baugrundsondierungen im Bereich des vorgesehenen Rückhaltebeckens bestätigten, dass der Untergrund teilweise belastet ist. Allfällige Sanierungsmassnahmen werden ausserhalb des Bachprojekts umgesetzt.
Für die Erhöhung der Hochwassersicherheit von Zuzwil und Weieren ist unter anderem im Gebiet Chellhof ein Rückhaltebecken vorgesehen. Um die Bodenbeschaffenheit in Erfahrung zu bringen, wurden nach Rücksprache mit dem Grundeigentümer verschiedene Baggerschlitze und Bohrungen auf der betroffenen Parzelle vorgenommen. Die Sondagen und erste chemische Laboranalysen bestätigen, dass der Untergrund infolge einer Altablagerung örtlich belastet ist. Die Gemeinde ist daher in engem Austausch mit dem Amt für Umwelt des Kantons St.Gallen und dem Grundeigentümer. Sie besprechen gemeinsam das weitere Vorgehen. Der Gemeinderat hat zudem entschieden, dass die Altlasten-Abklärungen und allfällige Massnahmen losgelöst vom Hochwasserschutzprojekt bearbeitet werden sollen.
Vorprojekt läuft weiter
Parallel dazu laufen die Arbeiten für das Vorprojekt Hochwasserschutz Dorfbach weiter. Die Projektgruppe trifft sich regelmässig mit den Fachplanern, diskutiert die Zwischenergebnisse und bringt ihre Ideen und Vorstellungen ein. Ziel der Projektgruppe ist es, der Bürgerschaft eine mehrheitsfähige Variante zu präsentieren, welche einerseits den Hochwasserschutz sicherstellt und andererseits dem Dorfbild Sorge trägt. Dazu wird nach wie vor ein Teilausbau des Dorfbaches in Kombination mit Rückhaltebecken favorisiert. Sobald das Vorprojekt abgeschlossen ist, wird es voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte der Begleitgruppe präsentiert, nötigenfalls angepasst und danach der breiten Bevölkerung vorgestellt.
Wechsel in der Projektgruppe
In den letzten Wochen gab es personelle Wechsel in der Projektgruppe: Aufgrund eines Stellenwechsels hat der bisherige Projektleiter Georg Möller seine Funktion an Vasco Neuhaus übertragen. Vasco Neuhaus kennt das Projekt Dorfbach Zuzwil bereits bestens. Er gehört dem Kernteam der IUB Engineering AG an, welche bereits die Machbarkeitsstudie erstellte und das Vorprojekt erarbeitet und vorantreibt. Einen weiteren Wechsel in der Projektgruppe gab es aufgrund des Rücktritts von Gemeinderat Christoph Ammann. An seiner Stelle hat der neu gewählte Gemeinderat Christian Gutmann Einsitz in der Projektgruppe genommen.
Zuzwil-aktuell vom 10. Februar 2023
Vorprjekt Hochwasserschutz in Planung
Mit einem Teilausbau des Dorfbachs und der Erstellung von zwei Rückhaltebecken soll die Hochwassersicherheit in Zuzwil und Weieren erhöht werden. Die Weiterbearbeitung der von der Projektgruppe favorisierten Variante fand sowohl bei der Begleitgruppe als auch am öffentlichen Informationsanlass breite Zustimmung. Im kommenden Herbst soll der Entwurf des Vorprojekts dem Gemeinderat vorliegen.
Eine Kombination aus Rückhaltebecken im Gebiet «Chellhof» für den Dorfbach und den Chellbach sowie ein Teilausbau des Dorfbachs bis zur Autobahn soll die Hochwassersicherheit in Zuzwil und Weieren erhöhen. Die von der Projektgruppe favorisierte Variante kam sowohl in der eigens für das Projekt einberufenen Begleitgruppe als auch bei der Bevölkerung am Informationsanlass vom 29. September 2021 gut an. Das Stimmungsbild zeigte auf, dass die Weiterbearbeitung der «Bestvariante» begrüsst wird. In der Zwischenzeit hat die Gemeinde den Bericht aus der Vorprüfung der verschiedenen kantonalen Stellen erhalten. In diesem haben die Ämter Stellung zur vorgeschlagenen Variante aus der Machbarkeitsstudie genommen. Der umfassende Bericht wurde in der Projektgruppe eingehend diskutiert. Im Anschluss hat die Projektgruppe dem Gemeinderat vorgeschlagen, als nächsten Schritt mit der Erarbeitung des Vorprojekts zu beginnen.
Entwurf bis Spätherbst
Der Gemeinderat beauftragt das Berner Ingenieurunternehmen IUB Engineering AG mit der Erarbeitung des Vorprojekts. Die Fachplaner des renommierten Unternehmens haben zusammen mit der Projektgruppe bereits das Variantenstudium und die Machbarkeitsstudie durchgeführt. Mit der Erweiterung des Auftrags sollen die Behörden und die Bevölkerung konkrete Entscheidungsgrundlagen für das weitere Vorgehen erhalten. Insbesondere auch, was die zu erwartenden Kosten betrifft. Der Zeitplan sieht vor, dass die Erarbeitung des Entwurfs des Vorprojekts voraussichtlich bis im Spätherbst 2022 dauert. Sobald die weiteren Entscheidungsgrundlagen verfügbar sind, werden vorab die am stärksten betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer sowie die Begleitgruppe informiert. In einem nächsten Schritt wird dann auch die Bevölkerung wieder aus erster Hand informiert.
Abklärungen notwendig
Für die Erarbeitung des Vorprojekts und die dafür zusätzlich notwendigen Abklärungen betreffend Umgang mit allfälligen Altlasten, Baugrunduntersuchungen und der Umweltplanung wird mit Kosten von 220‘000 Franken gerechnet. Der Gemeinderat hat den Betrag in die Investitionsrechnung 2022 aufgenommen. Dieser muss von der Bürgerschaft an der Gemeindeabstimmung vom 10. April 2022 genehmigt werden. Mit dem schrittweisen Vorwärtsgehen wollen die Projektgruppe und der Gemeinderat sicherstellen, dass der Hochwasserschutz den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechend geplant, vorangetrieben und möglichst zeitnah umgesetzt werden kann.
Zuzwil-aktuell vom 28. Januar 2023
Hochwasser – grosse Teile betroffen
Gemäss Gefahrenkarte sind bei einem Hochwasserereignis grosse Teile der Dörfer Weieren und Zuzwil betroffen. Entsprechend wichtig ist es, möglichst zeitnah am Dorfbach Hochwasserschutzmassnahmen zu treffen. Nur so kann die Gefahr von grossen Schäden reduziert werden.
Die aktuelle Abflusskapazität für ein 100-jähriges Hochwasser ist beim Dorfbach deutlich zu gering. Entsprechend müssen geeignete Massnahmen getroffen werden, um die Gefahr von Überflutungen von Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten zu bannen. Wie gross das Schadenpotential im Falle eines Hochwasserereignisses in Zuzwil sein könnte, lässt die Gefahrenkarte erahnen. Auf dieser ist ersichtlich, dass nebst den Bachanstössern weite Teile von Zuzwil und Weieren von Hochwasserschutzmassnahmen profitieren würden. Aktuell befinden sich zahlreiche Gebäude und Infrastrukturanlagen im gefährdeten Gebiet.
Erinnerungen an Juni 2015
Letztmals waren Teile des Zuzwiler Gemeindegebietes im Juni 2015 von einem Unwetter betroffen. Damals sprach man von einem rund 20 Jahre wiederkehrenden Ereignis. Speziell und erschwerend in Zuzwil ist, dass die aus dem Bachbett entwichenen Wassermassen von der Topografie her durch das Dorf fliessen. Das Wasser fliesst auch bei sinkendem Pegelstand nicht überall zurück in den Dorfbach. Es bleibt zusammen mit Sedimenten, Geschiebe und Gehölze auf den Feldern und Wiesen zurück. An den Immobilien, am Hausrat und am Kulturland entstehen grosse Schäden.
Ein Miteinander
Nur mit einem Miteinander kann ein Hochwasserschutzprojekt vorangetrieben und möglichst zeitnah umgesetzt werden. Ein erstes, positives Signal hat die Projektgruppe von der Begleitgruppe erhalten. Bei der Vorstellung der aktuellen Bestvariante wurde ein klares Signal gesendet, dass diese Lösungsvariante vertieft geprüft werden soll. Nun ist die Projektgruppe gespannt auf die Grundhaltung der Bevölkerung.
Zuzwil-aktuell vom 24. September 2021
Infos zum Hochwasserschutz
Die Projektgruppe Hochwasserschutz am Dorfbach arbeitet im Hintergrund intensiv an den künftigen Hochwasserschutzmassnahmen. Dabei werden verschiedene Varianten geprüft. In einem nächsten Schritt wird die Begleitgruppe miteinbezogen.
Das Berner Ingenieurunternehmen
IUB Engineering AG hat verschiedene Lösungsvarianten erarbeitet, mit denen das Hochwasserschutzziel am Dorfbach in Zuzwil erreicht werden kann. Die Vorschläge sowie deren Vor- und Nachteile werden auf Stufe Machbarkeitsstudie in der Projektgruppe «HWS Dorfbach» intensiv diskutiert. Aktuell finden vertiefte Abklärungen zu favorisierten Varianten statt. Über die Ergebnisse wird die Projektgruppe erneut diskutieren. Zwischen den Sommer- und den Herbstferien sollen dann die Erkenntnisse aus den Abklärungen und Diskussionen der Begleitgruppe Hochwasserschutz Dorfbach präsentiert werden.
Breite Abstützung in früher Phase
Die Aufgabe der Begleitgruppe ist es, die präsentierten Lösungsansätze und Projektideen kritisch zu hinterfragen und die politische Realisierbarkeit abzuschätzen. Die Begleitgruppe erhält so die Möglichkeit in einer frühen Phase mitzudiskutieren und allfällige Bedenken zu platzieren. Ziel ist es, dass durch dieses Vorgehen eine oder mehrere mehrheitsfähige Lösungen gefunden werden. Der Begleitgruppe gehören Vertreter verschiedener Parteien, Korporationen, Organisationen und Vereine an. Die vorgeschlagenen Personen wurden am 26. April 2021 vom Gemeinderat gewählt. Die Namen der Personen, welche in der Begleitgruppe mitwirken, sind auch auf der Webseite der Gemeinde aufgeschaltet.
Bevölkerung wird miteinbezogen
Da es sich bei den Hochwasserschutzmassnahmen um ein emotionales Generationenprojekt handelt, wird auch die Bevölkerung frühzeitig in den Prozess miteinbezogen. Es werden Informationen im Zuzwil-aktuell veröffentlicht, ein Informationsanlass ist vorgesehen und es soll vor der detaillierten Projektausarbeitung eine Grundsatzabstimmung über die favorisierte Variante stattfinden. Die entsprechenden Termine werden frühzeitig kommuniziert.
Zuzwil-aktuell vom 21. Mai 2023
Hochwasserschutzmassnahmen am Dorfbach 2.0
Um ein neues, breit abgestütztes Hochwasserschutzprojekt für den Dorfbach zu erarbeiten, hat der Gemeinderat die Projektgruppe «HWS Dorfbach» installiert. Diese hat dem Gemeinderat empfohlen, den Auftrag für die Vorstudie an das Berner Ingenieurunternehmen IUB Engineering AG zu vergeben.
Die Erhöhung der Hochwassersicherheit am Dorfbach in Zuzwil ist eines der herausforderndsten Projekte der kommenden Legislatur. Um ein mehrheitsfähiges Projekt zu erarbeiten, fanden in den letzten Monaten diverse Gespräche mit Vertretern der Parteien, des Ad-hoc Komitees, des Perimeterunternehmens und dem Kanton statt. Am runden Tisch wurde der Antrag an den Gemeinderat formuliert, dass für die Erarbeitung eines neuen Projektvorschlags eine Projektgruppe ins Leben gerufen werden soll. Zudem wurde beantragt, eine Begleitgruppe zu gründen, welche die Lösungsansätze bereits in einer frühen Phase beurteilt und spiegelt. Der Gemeinderat hat diesem Vorgehen inzwischen zugestimmt und die Mitglieder der Projektgruppe «HWS Dorfbach» gemäss dem Vorschlag des runden Tischs gewählt. Der Projektgruppe «HWS Dorfbach» gehören folgende Personen an: Christoph Ammann, Andreas Christel, Urs Gschwend, Roland Hardegger, Manfred Hollenstein, Urs Honold, Christian Keller, Marco Länzlinger, Peter Link, Raffael Sarbach und Bernhard Wick. Das Protokoll führt Ratsschreiber Philipp Hengartner und die Projektgruppe wird von Ralph Dietsche moderiert.
Partner für Vorstudie definiert
Die Projektgruppe «HWS Dorfbach» ist mit dem Auftrag gestartet, den Hochwasserschutz des Dorfbachs Zuzwil von einem «weissen Blatt Papier» auszudenken. Sprich alle Informationen von Grund auf zu beschaffen und nicht auf den bereits vorhandenen Daten aufzubauen. Entsprechend wurde dem Gemeinderat vorgeschlagen, zwei Wasserbau-Fachbüros für eine Präsentation und Offertstellung nach Zuzwil einzuladen. Diese Büros sollten möglichst unbefangen sein und in der Folge nicht aus dem Kanton St.Gallen stammen. Bei einem Treffen stellten sich die beiden Büros der gesamten «HWS Dorfbach»-Projektgruppe vor und beantworteten Fragen. Im Anschluss an die Präsentationen diskutierte die Projektgruppe über die beiden Angebote und Anbieter. Diese einigte sich auf das renommierte Büro IUB Engineering AG aus Bern. Das Büro verfügt über ausgewiesene Referenzen mit vergleichbaren Aufgabenstellungen im Wasserbau wie sie in Zuzwil gefordert sein werden. Diesem Vorschlag hat der Gemeinderat zugestimmt und den Auftrag entsprechend vergeben.
Grundlagen werden erarbeitet
Das Büro IUB Engineering AG wird nun die Grundlagen beschaffen und erheben. Zudem wird es die Projektziele, Anspruchsgruppen, Zwangspunkte und möglichen Konfliktpotenziale zusammen mit der Projektgruppe «HWS Dorfbach» bestimmen. Ausserdem soll die Gerinnekapazität des heutigen Dorfbachs hydraulisch überprüft werden. So will die Projektgruppe das Vertrauen in die Richtigkeit der Zahlen erhöhen. Ebenfalls in der Vorstudie stattfinden wird ein Variantenstudium mit dem Ziel, mindestens zwei Varianten tiefer zu prüfen sowie die Vor- und Nachteile der Lösungsvorschläge gegenüberzustellen. Sobald erste Ergebnisse vorliegen, wird die Projektgruppe diese mit der Begleitgruppe diskutieren.
Breit abgestützte Begleitgruppe
Die Gemeinde wird in den nächsten Tagen im Auftrag der Projektgruppe «HWS Dorfbach» verschiedene Vereine und Organisationen anschreiben, welche die Möglichkeit erhalten, bis zu zwei Delegierte in die Begleitgruppe zu entsenden. Mit welchen Vertretern die angeschriebenen Organisationen in der Begleitgruppe Einsitz nehmen wollen, können diese bis Ende März 2021 der Gemeinderatskanzlei melden. In den ganzen Prozess ebenfalls miteinbezogen wird die Bevölkerung, die ebenfalls frühzeitig über die Pläne, Ideen sowie Vor- und Nachteile des Projekts orientiert und zur Diskussion eingeladen wird. Bis es soweit ist, wird es noch ein paar Monate dauern. Die Projektgruppe «HWS Dorfbach» ist überzeugt, mit diesem stufenweisen Vorgehen ein mehrheitsfähiges und umsetzbares Hochwasserschutzprojekt erarbeiten zu können. Mit dem frühen Einbezug möglichst aller Interessensgruppen will man Herausforderungen frühzeitig erkennen, um zielgerichtet ein Projekt zu bekommen, hinter dem die Mehrheit der Dorfbevölkerung steht. Denn nur so kann der dringend notwendige Hochwasserschutz realisiert und langfristig gewährleistet werden.
Weitere Informationen gefällig?
Präsentation Informationsveranstaltung vom 29. September 2021 [pdf, 7.3 MB]
Fragen und Antworten aus dem Informationsanlass vom 29. September 2021 [pdf, 254 KB]