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Geschichte

Zuzwil - eine lebendig attraktive Gemeinde

Die älteste vorhandene Urkunde von Zuzwil datiert aus dem Jahre 761. Weieren wurde erstmals 762 und Züberwangen in einer Schenkungsurkunde 754 erwähnt. Das Gemeindewappen, zwei schreitende Silberlöwen auf rotem Grund, erinnert an das Geschlecht Ulrich von Löwenberg, einst stolzer Burgbesitzer auf dem Leuberg.

Die Gesamtfläche der politischen Gemeinde beträgt 896 ha. Diese teilen sich auf in rund 130 ha. Bauzone, 260 ha. Wald, Strasse und Gewässer sowie 500 ha. Landwirtschaft. 

Die Gemeinde Zuzwil war bis Anfang der 60er Jahre eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde mit etwa 1'000 Einwohnern. Die Stickerei bestand daneben als Haupter-werbszweig. Anfang der siebziger Jahre begann eine intensive Bautätigkeit. Es entstanden neue Wohnquartiere. Mit dieser baulichen Entwicklung stieg die Einwohnerzahl bis heute auf über 4'800 Personen. Mit der Zunahme der Einwohner erfolgte auch der Ausbau der leistungsfähigen und gut geführten Schulen. In Zuzwil sowie in Züberwangen wurden grosszügige Schulanlagen erstellt. Die öffentliche Infrastruktur wie ARA, Werkhof, gemeindeeigenes Elektrizitätswerk, Feuerwehr sowie das gemeindeeigene Wohn- und Pflegeheim Lindenbaum wurden laufend ausgebaut und den Bedürfnissen angepasst.

Verschiedene neue Gewerbe- und Industriebetriebe (KMU) siedelten sich an. Auffallend ist, dass beispielsweise nebst dem Baugewerbe, diversen Handwerker-betrieben und Autogaragen auch zahlreiche Läden für Lebensmittel und den täglichen Bedarf entstanden sind. Die 1904 gegründete Ersparnisanstalt wurde 1983 in eine Aktiengesellschaft «Bank in Zuzwil» umgewandelt.

1250-Jahr-Jubiläum 

Bürgerkorporationen in der Gemeinde Zuzwil

In frühester Zeit war die Zugehörigkeit zu einer Dorfgenossenschaft durch die Niederlassung im Dorfbereich begründet. Jedes Dorf hatte eine eigene Gesetz-gebung, das Dorfrecht. Im Jahre 1570 erhielten die Dörfer Zuzwil, Weieren und Niederstetten ein neues Dorfrecht, das heute noch im Original erhalten ist. Darin sind die Rechte und Pflichten der Bürger aufgezeichnet.

Mit der Kantonsgründung im Jahre 1803 wurden die Dörfer Zuzwil, Weieren und Züberwangen zu einer politischen Gemeinde zusammengefasst. Dieser waren die Ortspolizei, das Bauwesen, das Löschwesen, die Vormundschaftspflege und die polizeiliche Armenpflege zugedacht, während die Genossengemeinden (Ortsge-meinden) für die bürgerliche Armenpflege, die Einbürgerungen, die teilweise Vormundschaftspflege und die Verwaltung ihrer Bürgergüter zuständig waren. Das Armengesetz von 1926 und das Fürsorgegesetz von 1964 schufen den Übergang vom reinen Heimatprinzip zum Wohnortsprinzip und die Möglichkeit der Übergabe der ortsbürgerlichen Fürsorgepflicht gegen Abtretung des Armengutes an die politische Gemeinde.

Die drei Bürgerkorporationen von Zuzwil, Weieren und Züberwangen leisten auch heute wertvolle öffentliche und gemeinnützige Dienste. Gerade für die Allgemein-heit wesentliches ist ideeller Natur, sei es die Betreuung für jedermann zugäng-lichen Wälder, die Unterschutzstellung des biotopisch wertvollen nationalen geschützten Rietgebietes oder die Instandhaltung eines ausgedehnten Wegnetzes für Wanderer, Velofahrer und Reiter.

 

Zuezwiler Lied / Text und Musik Sales Huber [pdf, 61 KB]