Gemeindefinanzen: 2026 mit Licht und Schatten
Die Gemeindefinanzen entwickeln sich grundsätzlich erfreulich. Die Steuereinnahmen liegen per Ende August über dem Vorjahresstand, erreichen das ambitionierte Budget 2026 aber noch nicht. Höhere Erträge bei einzelnen Steuerarten könnten die Differenz bis Jahresende weitgehend ausgleichen.
Die langfristige Entwicklung der einfachen Steuer aus Einkommen und Vermögen ist positiv. Per Ende August 2026 beträgt sie für die laufenden Steuern rund 17,4 Millionen Franken. Sie liegt rund 160'000 Franken über dem Vorjahresstand. Gegenüber dem Budget besteht allerdings noch ein Rückstand von rund 3,5 Prozent. Für die Vorjahre beträgt die einfache Steuer 480'000 Franken. Die laufenden Einkommens- und Vermögenssteuern sowie die Gewinn- und Kapitalsteuern der juristischen Personen dürften die budgetierten Werte verfehlen.
Einmalige Erträge könnten Mindereinnahmen ausgleichen
Erfreulich ist die Entwicklung bei den Grundstückgewinn- und Handände-rungssteuern. Aufgrund absehbarer Geschäfte werden bei beiden Steuerarten höhere Erträge als budgetiert erwartet. Diese Mehrerträge könnten tiefere Einnahmen weitgehend kompensieren. Nach heutiger Einschätzung könnte das Gesamtbudget 2026 von rund 17,8 Millionen Franken erreicht werden.
Aufwand grundsätzlich auf Kurs
Der Zwischenabschluss per Ende Juni 2026 liegt auf der Aufwandseite grundsätzlich im Rahmen der Erwartungen. Einzelne Positionen liegen über dem Budget. Einsparungen und unerwartete Erträge gleichen dies teilweise aus. Viele Ausgaben und Einnahmen fallen erst gegen Jahresende an. Dazu gehören unter anderem noch ausstehende Investitionsabrechnungen. Verschiedene Projekte laufen noch.
Investitionen und Ausblick auf 2027
Bei mehreren Investitionsprojekten werden die budgetierten Arbeiten 2026 voraussichtlich noch nicht vollständig ausgeführt. Nicht ausgeschöpfte Inves-titionskredite des Elektrizitätswerks werden ins Folgejahr übertragen. Zu den laufenden Investitionen gehören die Sanierung der Weierenstrasse, der Hochwasserschutz Dorfbach und die Thurbrücke ARA-Gillhof. Für das Budget 2027 wird sich der Gemeinderat auf den Steuerabschluss 2026 und den Rechnungsabschluss abstützen. Der Kanton rechnet heute bei den Einkommenssteuern mit einem Zuwachs von 2,75 Prozent und empfiehlt bei den Vermögenssteuern einen Zuwachs von fünf Prozent.
