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Schulanfang – Kinder überraschen – Achtung!

Am kommenden Montag startet das neue Schuljahr und auf den Strassen wird es wieder lebhafter. Jeden Morgen machen sich zahlreiche Kinder zu Fuss oder mit dem Velo auf den Weg in den Kindergarten oder zur Schule. Für manche ist dieser Weg noch völlig neu, deshalb ist rüchsichtsvolles Fahren gefragt.

Gerade in den ersten Schulwochen sind deshalb alle Verkehrsteilnehmenden besonders gefordert: Tempo reduzieren, aufmerksam bleiben und jederzeit bremsbereit sein.

Kinder sehen den Verkehr mit anderen Augen
Kinder nehmen ihre Umgebung anders wahr als Erwachsene. Weil sie kleiner sind, ist ihr Überblick eingeschränkt. Zwischen parkierten Autos, Hecken oder anderen Hindernissen werden sie deshalb leicht übersehen. Auch Geschwindigkeiten, Entfernungen und mögliche Gefahren können Kinder noch nicht zuverlässig einschätzen. Manchmal genügt ein rollender Ball, ein Tier oder ein bekanntes Gesicht auf der anderen Strassenseite – und schon läuft ein Kind unvermittelt auf die Fahrbahn.Für Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker gilt deshalb: mit allem rechnen. Es genügt nicht, ein Kind am Strassenrand lediglich wahrzunehmen. Wer Kinder sieht, sollte das Tempo deutlich reduzieren, genügend Abstand halten und jederzeit bremsbereit sein.

Am Fussgängerstreifen: Räder still
Im Verkehrsunterricht lernen Kinder den Grundsatz: «Warte – luege – lose – laufe.» Sie sollen die Strasse erst überqueren, wenn die Fahrzeuge stillstehen. Deshalb ist es wichtig, vor dem Fussgängerstreifen klar und deutlich anzuhalten. Langsames Weiterrollen kann Kinder verunsichern. Erst wenn die Räder stillstehen, erkennen die Kinder eindeutig: Jetzt kann ich die Strasse überqueren.

Der Schulweg macht Kinder stark
Der Schulweg ist viel mehr als nur die Strecke zwischen dem Zuhause und der Schule. Unterwegs lernen Kinder sich zu orientieren, Gefahren einzuschätzen und zunehmend Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Sie treffen andere Kinder, schliessen Freundschaften, lösen kleinere Konflikte und sammeln wertvolle Erfahrungen ausserhalb des Elternhauses.  Der Schulweg darf deshalb durchaus ein kleines Abenteuer sein, etwa gemeinsam lachen, eine Baustelle beobachten oder Pläne für den Nachmittag schmieden. Genau solche Erlebnisse machen Kinder Schritt für Schritt selbständig.

Sicher ist wichtiger als schnell
Nicht immer ist der kürzeste Schulweg auch der beste. Entscheidend ist, die sicherste Route zu wählen – selbst wenn sie ein paar Minuten länger dauert. Eltern sollten den Weg vor dem ersten Schultag gemeinsam mit ihrem Kind ablaufen und mögliche Gefahrenstellen bewusst aus Kinderperspektive betrachten. Wo ist die Sicht eingeschränkt? Welche Strasse ist besonders stark befahren? Wo kann sicher überquert werden? Der Weg sollte so oft geübt werden, bis sich das Kind sicher fühlt.

Bitte keine Elterntaxis!
Die Eltern begründen die Taxifahrten zur Schule meist mit dem «gefährlichen» Schulweg. Die Sorgen der Eltern sind nachvollziehbar. Die wendenden Fahrzeuge auf dem Parkplatz bei der Schule und vor dem Feuerwehrdepot bilden aber ebenfalls eine Gefahr für Fussgängerinnen und -gänger. Die Kinder werden durch Taxifahrten gehindert, die Gefahren im Strassenverkehr selbst kennenzulernen. Zudem lernen sie auf dem Schulweg früh, wie sie mit Gefahren im Verkehr umgehen müssen. Daher sind die Verantwortlichen der Schule den Eltern dankbar, wenn Sie die Taxifahrten auf ein Minimum beschränken.

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